Deutsch-Afrikanischer Innovationsförderpreis
Fristen
- Daten des Inkrafttretens
- 21.04.2026
- Ende der Laufzeit
- 31.12.2031
- Einreichungsfrist(en)
30. Juni 2026
- Förderinstitution
- BMFTR
Beschreibung
Die Zusammenarbeit zwischen deutschen Einrichtungen und afrikanischen Partnerinnen und Partnern in Forschung und Innovation gewinnt zunehmend an strategischer Bedeutung. Die Innovationsagenda der Afrikanischen Union (AU) und der Europäischen Union (EU) betont, dass technologische und soziale Innovationen wesentliche Triebkräfte für die Entwicklung moderner Wissensgesellschaften in afrikanischen Ländern darstellen. Ein verstärkter Transfer von Forschungsergebnissen in die praktische Anwendung sowie die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für unternehmerische Initiativen bilden dabei die Grundlage für nachhaltige Beschäftigung und eine partizipative wirtschaftliche Entwicklung.
Im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland zielt die vorliegende Fördermaßnahme darauf ab, den Wissens- und Technologietransfer in die deutsche und afrikanische Wirtschaft und Gesellschaft zu beschleunigen (Hebel 1). Gleichzeitig wird die internationale Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Innovation gestärkt und an den strategischen Prioritäten der Hightech Agenda Deutschland ausgerichtet (Hebel 6).
Mit dem Förderpreis werden afrikanische Forschende für herausragende Forschungsleistungen mit hohem Anwendungspotential ausgezeichnet. Gemeinsam mit ihren deutschen Kooperationspartnern erhalten sie eine Förderung für die Durchführung eines deutsch-afrikanischen Kooperationsprojekts sowie flankierende Transferqualifizierungsangebote.
Im Rahmen des geförderten Kooperationsprojekts sollen bereits erreichte Forschungsergebnisse, deren Innovationspotential bereits nachgewiesen werden konnte, in nutzungsorientierte Problemlösungen, produktorientierte Verwertung und strukturbildende Initiativen weiterentwickelt werden. Damit bildet das geförderte Kooperationsprojekt eine Brücke zwischen der Forschung und der Verwertung beziehungsweise Anwendung und leistet so konkrete Beiträge zur Hightech Agenda Deutschland. Durch die Förderung von internationaler Vernetzung und durch die Zusammenarbeit von deutschen und afrikanischen Forschenden sollen Grundlagen für den Aufbau einer nachhaltigen Innovationsstruktur (zum Beispiel Start-up, Inkubator, forschungsbasiertes Kleinunternehmen) geschaffen beziehungsweise eine plan- und darstellbare Perspektive für diesen Strukturaufbau eröffnet werden. Dadurch sollen die regionale sozioökonomische Wertschöpfung der Projektergebnisse erhöht, lokale beziehungsweise regionale Innovationskapazitäten gestärkt und internationale Technologiepartnerschaften gefördert werden.
Es werden Verbundprojekte gefördert, die entsprechend des oben beschriebenen Zuwendungszwecks in internationaler Zusammenarbeit eines oder mehrere der nachfolgenden Schwerpunktthemen bearbeiten:
- Angewandte Forschung im Bereich künstlicher Intelligenz,
- Luft- und Raumfahrtforschung (insbesondere Erdbeobachtung, Satellitenkommunikation, Antriebssysteme, nachhaltige Mobilitätslösungen),
- Quantentechnologie (insbesondere Quantensensorik, Quantenkommunikation sowie deren industrielle und medizinische Anwendungen),
- Gesundheitsforschung (insbesondere Gesundheitstechnologien und datengetriebene Gesundheitsforschung),
- Biotechnologie (insbesondere in der Industrie sowie in der Medizin),
- klimaneutrale Energieerzeugung und Mobilität,
- Meeres‑, Klima- und Nachhaltigkeitsforschung (insbesondere zu Kreislaufwirtschaft sowie zu Wasser- und Abwassertechnologien).
Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss und in der Regel in Höhe von bis zu 150 000 Euro sowie bis zu 24 Monaten gewährt. Die zusätzlich zur Projektförderung stattfindenden Maßnahmen der Transferqualifizierung sowie der regionalen branchenspezifischen Beratung und Vernetzung sind nicht Bestandteil der Projektförderung und werden zusätzlich angeboten.