Recycling wird zum Rohstoff für Europa – Wagen wir mehr Autonomie
15.01.2026
Das Papier zeigt auf, wie dieses Ziel der Transformation oder Defossilisierung Schritt für Schritt umgesetzt werden kann und wie Rechtsbereiche auf EU-Ebene besser integriert werden können, was zu neuen Prioritäten für beide Sektoren führen wird. Beispielsweise kann im Abfallmanagement vieles, was nicht zur Kohlenstoffversorgung der chemischen Industrie beiträgt, schrittweise abgeschafft werden. Dazu gehört auch die Ermöglichung aller Recyclingtechnologien, von mechanischen und physikalischen bis hin zu chemischen Verfahren und sogar der Verbrennung mit CO₂-Abscheidung und ‑Nutzung, da alle Verfahren für die Umwandlung der verschiedenen Abfallfraktionen und Zielprodukte benötigt werden. Insgesamt führen die zehn in dem Papier abgeleiteten und analysierten Vorschläge auch zu einer erheblichen Verringerung des Verwaltungsaufwands.
Es gibt einige wichtige Vorschläge, die auf bereits von der EU eingeführten Instrumenten aufbauen, wie beispielsweise Substitutionsquoten für ausgewählte Kunststoffsektoren. Die Autoren nennen auch Vorschläge, die derzeit diskutiert oder von den Mitgliedstaaten vorgebracht werden. Es gibt jedoch auch Vorschläge zur schrittweisen Abschaffung bestehender Vorschriften. Es ist wichtig, dass die Vorschläge aufeinander aufbauen und als Teil eines in sich geschlossenen, schrittweisen Gesamtpakets koordiniert umgesetzt werden.
Glücklicherweise wird mehr Autonomie in der EU zunehmend zum Mainstream und ist auch einer der Eckpfeiler der neuen EU-Ratspräsidentschaft. Solange dies jedoch nicht in die Praxis umgesetzt wird, bleiben mehr Autonomie und Widerstandsfähigkeit nichts weiter als ein Narrativ. Und der Weg dorthin wird mit Schwierigkeiten gepflastert sein.
Das kostenlose PDF mit dem vollständigen Beitrag (Englisch) können Sie hier herunterladen.