NO-PLASTI-CUPS — Neues Projekt
Ziele
NO-PLASTI-CUPS ist ein europäisches, von der Industrie initiiertes Projekt, das von Partnern aus Wissenschaft und Forschung unterstützt wird. Sein Hauptziel ist die Entwicklung einer vollständig natürlichen, biobasierten Beschichtung aus Pflanzen, Algen und landwirtschaftlichen Nebenprodukten, die auf Karton aufgetragen werden kann, um nachhaltige Einwegverpackungen herzustellen.
Das Projekt konzentriert sich in erster Linie auf Becher für heiße und kalte Getränke wie Kaffee und Bier sowie auf Behälter für den Außer-Haus-Verkauf von flüssigen Lebensmitteln, darunter Suppen.
Das Konsortium vereint 14 Organisationen, darunter Unternehmen, Universitäten, Forschungszentren und NGOs, die die gesamte Wertschöpfungskette von beschichteten Verpackungen abdecken. Dieser kooperative Ansatz gewährleistet, dass die Endprodukte hohen Standards in Bezug auf technische Leistungsfähigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und Marktrelevanz entsprechen.
Die entwickelten Beschichtungen und Verpackungen werden unter realen Bedingungen auf ihre biologische Abbaubarkeit, Recyclingfähigkeit und Kompostierbarkeit zu Hause geprüft, um eine minimale Umweltbelastung sicherzustellen. Die Herstellungsprozesse werden im Einklang mit den Zielen der Ökobilanz (LCA) optimiert, um den Ressourcenverbrauch und die CO2-Emissionen zu reduzieren.
Parallel dazu werden Verhaltensstudien und Designforschung das Verständnis der Entsorgungsgewohnheiten und End-of-Life-Praktiken der Verbraucher verbessern und so dazu beitragen, den ökologischen Nutzen der Produkte zu maximieren.
Bis zum Ende des Projekts werden starke Industriepartnerschaften aufgebaut, um den Übergang von der Pilotproduktion zum kommerziellen Einsatz über TRL 5 hinaus zu unterstützen. NO-PLASTI-CUPS wird zur Entwicklung der grünen Wirtschaft in Europa beitragen und den Übergang von fossilen Verpackungen zu kreislauffähigen, erneuerbaren und biologisch abbaubaren Alternativen unterstützen.
Beschreibung
NO-PLASTI-CUPS entwickelt und validiert eine natürliche, biologisch abbaubare Beschichtung auf Basis von pflanzlichen und aus Algen gewonnenen Materialien für Einwegbecher und Lebensmittelbehälter. Die Beschichtung entsteht in einem iterativen Forschungs- und Entwicklungsprozess, der Innovationen im Labormaßstab mit Validierungen im industriellen Maßstab kombiniert.
Biobasierte Rohstoffe werden von Konsortialpartnern geliefert, die sich auf landwirtschaftliche Nebenprodukte und Algenpolymere spezialisiert haben. Die Laborentwicklung und ‑optimierung wird von Notpla und AIMPLAS geleitet, während die Anpassung des Kartons von RAIZ durchgeführt wird. Die Produktion im Pilotmaßstab und die Skalierung werden von Polytechs und Walki verwaltet, die auch für die Umwandlung der beschichteten Materialien in Prototypbecher für Tests und Validierungen verantwortlich sind.
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil des Projekts. Die ersten und abschließenden Lebenszyklusanalysen werden von der UCL durchgeführt, während die biologische Abbaubarkeit und ökotoxikologische Tests vom Plymouth Marine Laboratory durchgeführt werden. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch die Entwicklung von Tools für künstliche Intelligenz, die die Vorhersage der biologischen Abbaubarkeit und die Umweltbewertung unterstützen.
Plastic Punch leistet einen Beitrag zur Forschung über Littering und Produktleistung in Entwicklungsländern. Die Universität Linköping leitet Studien zu Kennzeichnung und Kommunikation, um das Verständnis der Verbraucher für die ordnungsgemäße Entsorgung zu verbessern. Parallel dazu bewertet eine Verbrauchertestreihe mit der Compass Group die Produktleistung in realen Gastronomieumgebungen.
Das Projekt zielt darauf ab, die Beschichtungstechnologie auf TRL 5 voranzubringen und solide Wege für die Industrialisierung und Kommerzialisierung zu schaffen. Diese Arbeit wird durch techno-ökonomische Analysen und detaillierte Verwertungsplanungen unterstützt.
Insgesamt bietet NO-PLASTI-CUPS eine praktische und skalierbare Alternative zu Kunststoffbeschichtungen auf fossiler Basis. Es zeigt, wie natürliche Materialien zuverlässige Leistung erbringen und gleichzeitig zur Verringerung der Kunststoffverschmutzung und zum Übergang zu einer kreislauforientierten, umweltschonenden Verpackungsbranche in Europa beitragen können.