Erfolgreiche Verhandlungen zur Assoziierung von Japan an Horizont Europa
14.01.2026
Die Europäische Kommission und Japan haben die Verhandlungen über die Assoziierung Japans an Horizon Europe, dem mit 93,5 Milliarden Euro ausgestatteten Flaggschiffprogramm der EU für Forschung und Innovation, erfolgreich abgeschlossen. Das Abkommen, das voraussichtlich 2026 unterzeichnet wird, stellt die engste Form der Zusammenarbeit dar, die die EU ihren globalen Partnern in diesem Bereich anbietet. Es wird japanischen Forschern ermöglichen, ihre eigenen Forschungs- und Innovationsprojekte im Rahmen des Programms zu leiten und zu koordinieren, Fördermittel zu beantragen und zu erhalten sowie eine engere Zusammenarbeit mit Partnern in der EU und anderen assoziierten Ländern anzustreben.
Das Abkommen zielt speziell auf die Säule II von „Horizont Europa“ ab, die sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen durch multinationale Kooperationsprojekte wie dem digitalen Wandel, der Ernährungssicherheit und klimaneutraler Energie befasst. Im Rahmen von Übergangsregelungen können japanische Einrichtungen sich ab 2026 auf Ausschreibungen von „Horizont Europa“ bewerben und werden als „förderfähige Einrichtungen“ aus einem assoziierten Land behandelt.
Dieser Meilenstein folgt auf die kürzlich erfolgte Ausweitung des Programms auf andere wichtige globale Partner und Wissenschaftsmächte, darunter Südkorea Anfang dieses Jahres und zuletzt die Schweiz, Ägypten, Kanada, das Vereinigte Königreich und Neuseeland.
Hintergrund
Japan ist ein wichtiger strategischer Partner für Europa. Die bilateralen Beziehungen in den Bereichen Forschung und Innovation haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten stetig weiterentwickelt, aufbauend auf dem Abkommen über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit von 2011, einer 2015 verabschiedeten gemeinsamen Vision und einer im M unterzeichneten Absichtserklärung.