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Nachhaltigkeit durch Pandemie? Knapp 30 Prozent der Deutschen sehen in der Krise eine Chance
30.04.2020

Der deutsche Erdüberlastungstag markiert den Tag im Jahr, an dem weltweit das jährliche Budget an nachhaltig nutzbaren Ressourcen und ökologisch verkraftbaren Emissionen aufgebraucht wäre, wenn die gesamte Weltbevölkerung so leben würde, wie die Menschen in Deutschland. Deutschland lebt ab dem 3. Mai bis zum Ende des Jahres praktisch auf Kredit. Der Tag wird jährlich vom „Global Footprint Network“ errechnet. Prof. Dr. Markus Vogt, Mitglied im Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern, kommentiert die Ergebnisse der Meinungsumfrage als positives Zeichen. „Viele Menschen sehen in der Krise die Chance für einen dauerhaften Wandel“, erklärt Prof. Dr. Markus Vogt. „Dieser Umbruch muss als Aufbruch genutzt werden.“
Bioökonomie als Treiber nutzen
Im Bereich Bioökonomie sieht Prof. Dr. Markus Vogt dafür sehr viele Chancen. „Wir haben viele Konjunkturprogramme, um die Wirtschaft wiederzubeleben. Es geht jetzt darum, das Geld nicht in veraltete Strukturen zu investieren, sondern in die Wirtschaft, die wir in Zukunft brauchen. Die Bioökonomie bietet hierfür entscheidende Perspektiven, weil sie auf klimaverträglichem Wirtschaften basiert, nachwachsende Rohstoffe erschließt und weil sie Abfall vermeidet.“Hintergrund
Seit April leitet Prof. Dr. Markus Vogt außerdem das vom BMBF geförderte Projekt „Vorsorge und Innovation als ethische Prinzipien der Bioökonomie“. Der Projektschwerpunkt liegt auf einer zukunftsfähigen Wirtschaft durch wissensbasierte Innovation. Die Digitalisierung in der Landwirtschaft sieht er als enorme Chance hinsichtlich Effizienz und Umweltschutz.Das „Global Footprint Network“ will mit dem Erdüberlastungstag auf die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen aufmerksam machen. Quelle: Wissenschaftsjahr 2020 — Bioökonomie, Pressemitteilung, 30.04.2020