Biokunststoff PLA auf Wachstumskurs: Bis 2020 werden über 800.000 t Produktionskapazität erwartet
08.08.2012
Schon heute haben 25 Unternehmen an weltweit 30 Standorten Produktionskapazitäten von über 180.000 t Polymilchsäure (Polylactic Acid PLA), einem der führenden bio-basierten Kunststoffe, aufgebaut. Zum Einsatz kommt PLA vor allem im Verpackungsbereich, zunehmend aber auch in einer Vielzahl dauerhafter Anwendungen. Wichtigster Produzent ist das in den USA und Thailand tätige Unternehmen NatureWorks mit einer Kapazität von 140.000 t/Jahr. Die anderen Produzenten haben aktuell Kapazitäten zwischen 1.500 und 10.000 t/Jahr. Michael Carus, Geschäftsführer des nova-Instituts in Hürth (Deutschland) sagt zu den Ergebnissen der Studie: „Erstmalig liegen belastbare Marktdaten zur weltweiten PLA-Kapazität vor. Sie liegen deutlich höher als in bisherigen Studien, die nicht alle Produzenten erfassten. Mit Prognosen von 800.000 bis sogar 950.000 t/Jahr in 2020 ist PLA definitiv ein Polymer mit Zukunft“. Die Ergebnisse stammen von der bislang umfassendsten Marktstudie zu Biokunststoffen weltweit, die das nova-Institut zusammen mit international renommierten Kunststoffexperten durchführt. Die “Market Study on Bio-based Polymers and Plastics in the World” wird im Januar 2013 publiziert und umfasst neben einem ca. 300-seitigen Report den Zugang zu der neu aufgebauten “Bioplastics Producer Database”. Das Besondere an der Marktstudie ist ihre Methodik, die sämtliche Produzenten von mehr als 30 unterschiedlichen Biokunststoffen in der Welt systematisch identifiziert und befragt. Die Daten zu Kapazität, Produktion, Anwendungen und Rohstoffeinsatz basieren auf mehr als 100 Interviews auf gehobenem bis höchstem Management-Level sowie Fragebögen und Literaturrecherche. Neben den Marktdaten wird der Report Trendanalysen der renommierten Experten Jan Ravenstijn (Bio-Plastic Consultant, Niederlande), Wolfgang Baltus (National Innovation Agency (NIA) Thailand), Dirk Carrez (Clever Consult, Belgien), Harald Käb (narocon, Deutschland) und Michael Carus (nova-Institut, Deutschland) enthalten. Ab Januar werden Report und Datenbankzugang für 6.500 € (netto) beim nova-Institut erhältlich sein. [gekürzt]
Hintergrund:
Michael Carus ist Geschäftsführer des nova-Instituts in Hürth bei Köln, das sich seit 1994 mit dem Themenschwerpunkt „Bio-based Economy“ befasst. Neben Marktstudien und Rohstoffanalysen liegen Kernkompetenzen des Instituts bei Ökobilanzen, Politikberatung und B2B-Kommunikation inklusive Konferenzen. Quelle: nova-Institut GmbH