Southeast Asia – Europe Joint Funding Scheme
Fristen
- Daten des Inkrafttretens
- 27.09.2017
- Ende der Laufzeit
- keine Angaben
- Einreichungsfrist(en)
31. März 2026 Projektskizzen
- Förderinstitution
- BMFTR
Beschreibung
Das Southeast Asia – Europe Joint Funding Scheme erlaubt es, die existierenden bilateralen Ansätze der Zusammenarbeit zwischen Südostasien und der Europäischen Union (EU) sowie assoziierten Staaten zu bündeln und zu erweitern. Auf diese Weise stärkt das Förderprogramm die wissenschaftliche Exzellenz aller beteiligten Partner und trägt gleichzeitig zur angestrebten Integration des Europäischen Forschungsraums („European Research Area“, ERA) und seiner internationalen Ausrichtung bei.
Ziel der Beteiligung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) am „Southeast Asia – Europe Joint Funding Scheme for Research and Innovation“ ist es, dass deutsche Forscher sich mit diversen internationalen Akteuren vernetzen, um von einem vielfältigen Wissensaustausch zu profitieren. Deutsche und europäische Forscher sollen den Anschluss an die sich dynamisch entwickelnde Region Südostasiens behalten. Neben Forschungsmöglichkeiten sollen effiziente, breit aufgestellte Netzwerke auch den Grundstein schaffen für Technologietransfer in beide Richtungen und sich daraus ergebende, wirtschaftliche Kooperationen.
Neue Materialien sind unverzichtbar für die nachhaltige Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft und betreffen fast alle Industriezweige. Forschungsaktivitäten zu Neuen Materialien tragen zu verschiedenen Zielen der Hightech Agenda Deutschland des BMFTR (2025), wie klimaneutraler Energieerzeugung und Mobilität, bei. Weiterhin ist die Forschung an Neuen Materialien für die effiziente Energieumwandlung und ‑speicherung Teil der Batterieforschungsprogramme des BMFTR. Die Erforschung von bio-inspirierten und bio-basierten Materialien unterstützt die vom BMFTR geförderten Programme zur „Biologisierung der Technik“ und „Materialforschung für Ressourcensouveränität und Klimaschutz“. Diese sowie sektorübergreifend integrativ die „Digitalisierung der Materialforschung“ sind inhaltliche Säulen des BMFTR-Programms „Materialinnovationen für die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft (Mat2Twin, www.werkstofftechnologien.de)“. Sie sind unter anderem relevant für die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2025, die Rohstoffstrategie und die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) der Bundesregierung.
Zuwendungszweck
Die Förderrichtlinie hat den Ausbau multinationaler Forschungsnetzwerke zum Zweck. Dies soll erreicht werden durch die Förderung von Forschungsvorhaben zum Thema „Neue Materialien und grüne Transition“, die mit Partnern aus mindestens drei Ländern aus den beiden Regionen Europa und Südostasien bearbeitet werden.
Dies umfasst sowohl Maßnahmen zur Forschungszusammenarbeit als auch Maßnahmen für die Vernetzung und den wissenschaftlichen Austausch. Es werden personelle Kapazitäten, Materialien und kleinere Investitionen, die für die Bearbeitung von Forschungsfragen nötig sind, sowie die Veröffentlichung der gemeinsamen, falls notwendig geschützten Forschungsergebnisse gefördert. Maßnahmen wie Treffen und Workshops sollen einen intensiven Austausch zwischen den Partnern und gegebenenfalls auch mit weiteren Akteuren forcieren.
Gegenstand der Förderung
Gefördert werden im Rahmen dieser Förderrichtlinie Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowohl als Einzel- sowie auch als Verbundvorhaben, die entsprechend des oben beschriebenen Zuwendungszwecks in internationaler Zusammenarbeit mit Partnern aus Südostasien und gegebenenfalls Europa das Schwerpunktthema „Neue Materialien und grüne Transition“ bearbeiten. Es werden gemeinsame Forschungsarbeiten zur Entwicklung und Anwendung neuartiger Materialien für nachhaltige Technologien gefördert. Der Schwerpunkt liegt auf funktionalen Materialien, die Innovationen in verschiedenen Bereichen wie Energie, Kühlung, Elektronik und Medizin ermöglichen.
Der thematische Rahmen umfasst – jedoch nicht ausschließlich – folgende Aspekte:
Funktionale und intelligente Materialien:
- Thermoelektrische Materialien für die Energieumwandlung und Kühlung
- Magnetische Materialien für Kühl- und Energiesysteme
- Fortschrittliche Sorbentien und Trennmaterialien
- Self-X-Materialien (selbstheilend, ‑organisierend, ‑regulierend)
Nanomaterialien und Oberflächenengineering:
- Design und Charakterisierung von Nanostrukturen
- Oberflächenmodifikation und Funktionalisierungstechniken
- Anwendung in katalytischen Prozessen, Elektronik, Photonik und biomedizinischen Geräten
Biobasierte und hybride Materialien:
- Biomimetisch inspirierte Materialien; Materialien, die auf biologischen Strukturen basieren (zum Beispiel Kieselalgen, Protisten, Viruspartikel)
- Hybride biologische und synthetische Strukturen für nachhaltige Anwendungen
Synthese- und Fertigungstechniken:
- Skalierbare Produktionsmethoden für ultrareine, zweidimensionale Materialien
Materialforschung für Ressourcenschonung und Wirtschaften in Kreisläufen
Materialcharakterisierung, ‑modellierung und ‑integration in digitale Ökosysteme für Materialdaten:
- In-situ-Analyse und prädiktive Modellierung von Materialeigenschaften
- Struktur-Funktions-Beziehungen über verschiedene Anwendungsbereiche hinweg
Die Nutzung der Werkzeuge der BMFTR-Plattform „MaterialDigital“ (www.materialdigital.de) soll, wo möglich, berücksichtigt werden.
Zuwendungsempfänger
Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und andere Institutionen, die Forschungsbeiträge leisten.
Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss und mit bis zu 150 000 Euro je Vorhaben für die deutsche Seite sowie für eine Laufzeit von bis zu 36 Monaten gewährt.
Zur Erstellung von Projektskizzen ist das elektronische Antragssystem „PT-Outline“ und für die förmlichen Förderanträgen „easy-Online“ zu nutzen.