Rückblick

28.01.2014

nature.tec 2014 präsentierte erfolgreich neue Produkte und neue Energie

Nach zehn Tagen ging am 26. Januar 2014 die Internationale Grüne Woche und mit ihr die nature.tec – Fachschau für Bioenergie und Nachwachsende Rohstoffe zu Ende. Zur Freude der Veranstalter und Aussteller wurde nach vorläufiger Schätzung die Besucherzahl des Vorjahres mit rund 410.000 Messebesuchern noch übertroffen.

Bereits im siebten Jahr hatten die Besucher der weltgrößten Messe für Ernährung und Landwirtschaft die Möglichkeit, sich auch über die energetische und stoffliche Nutzung von Agrar- und Forstrohstoffen zu informieren. Auf insgesamt 3.000 Quadratmetern präsentierten sich zahlreiche Ministerien, Institutionen, Verbände und Unternehmen unter dem Dach der nature.tec, einer Fachschau, bei der Innovationen und Informationen zu den Zukunftsthemen Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe im Mittelpunkt standen.

Wie schon in den Vorjahren zeigte sich, dass die Fachschau insbesondere für Politiker eine der Pflichtstationen bei ihren Messerundgängen darstellte. Im Nachgang der Bundestagswahl nutzten zahlreiche Bundestagsabgeordnete und Staatssekretäre sowie Bundeslandwirtschaftsminister Dr. Hans-Peter Friedrich und Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks die Gelegenheit, sich im Gespräch mit den Ausstellern der nature.tec über aktuelle Entwicklungen, aber auch über Sorgen und Forderungen der Branche zu informieren.

Entsprechend dem Motto „Neue Energie und neue Produkte sind unser Feld“ zeigten die Aussteller der nature.tec diverse Produkte, die heute bereits als Alternative zu fossilen Erzeugnissen verfügbar sind oder zukünftig eingeführt werden. Mehrere Fraunhofer-Institute stellten Projekte vor, die u. a. der Gewinnung von Lignin zur Herstellung von umweltfreundlicheren Klebstoffen dienen. Das Bundesumweltministerium zeigte ein neu entwickeltes Verfahren zur energetischen Nutzung des beim Bierbrauen anfallenden Biertrebers. An den Ständen der Biokraftstoffverbände UFOP e. V., BDBe e. V. und BDOel e. V. sowie dem Fachverband Biogas e. V. und dem finnischen Unternehmen Neste Oil wurden die unterschiedlichsten Biokraftstoffe präsentiert, die bereits heute eine bedeutende Rolle bei der Einsparung von Erdöl und Erdgas spielen. Für viele Besucher neu war die Information, dass die heimische Produktion von pflanzenölbasierten Kraftstoffen und Bioethanol einen ganz wesentlichen Beitrag zur Herstellung von Eiweißfuttermitteln leisten. Damit wird der Importbedarf von z. B. Sojaschrot aus Südamerika ganz erheblich reduziert.

Zum Publikumsmagneten entwickelte sich auch in diesem Jahr ein Wettbewerb, der von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) durchgeführt wurde. An beiden Messewochenenden erhielten die Besucher die Chance, gegen das Rennsportteam des Musikers und Rennfahrers SMUDO anzutreten, um sich im Reifenwechseln zu messen. Durchgeführt wurde der Wettbewerb mit dem so genannten Bioconcept-Car des Four Motors Teams, dessen Karosserie zu großen Teilen aus Bioverbundwerkstoffen besteht und das in Langstreckenrennen mit Rapskraftstoff an den Start geht. Eine weitere Attraktion am Stand der FNR sorgte dafür, dass in vielen Haushalten ab sofort der morgendliche Kaffee mit einem Messlöffel aus Biokunststoff portioniert wird. In einer Spritzgussmaschine wurden im Verlauf der Messe 20.000 Kaffeelöffel aus nachwachsenden Rohstoffen produziert. Den Messebesuchern konnte so ein ganz praktischer Eindruck davon vermittelt werden, wie der Wandel von einer erdölbasierten zu einer biobasierten Wirtschaft aussehen kann. Die Fachschau nature.tec wurde 2014 vom Bundesverband BioEnergie e. V. (BBE), dem Deutschen Bauernverband e. V. (DBV) und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) getragen und von der Messe Berlin unterstützt. Detaillierte Informationen und Impressionen von der diesjährigen nature.tec hält die Internetseite www.naturetec-igw.de bereit.

Quelle: nature.tec

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Für viele Besucher neu war die Information, dass die heimische Produktion von pflanzenölbasierten Kraftstoffen und Bioethanol einen ganz wesentlichen Beitrag zur Herstellung von Eiweißfuttermitteln leisten. Bild: nature.tec

Für viele Besucher neu war die Information, dass die heimische Produktion von pflanzenölbasierten Kraftstoffen und Bioethanol einen ganz wesentlichen Beitrag zur Herstellung von Eiweißfuttermitteln leisten. Bild: nature.tec

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