Glossar

Designer Bugs

Der Begriff „Designer Bugs“ beschreibt Stämme verschiedener Spezies von Mikroorganismen, die mit gentechnischen Methoden gezielt so verändert wurden, dass sie die gewünschten Prozesse mit hoher Effizienz durchführen können. Hierfür kommen vor allem Spezies in Frage, die in der molekularbiologischen Forschung etabliert sind. Oft genutzte Vertreter sind die gut charakterisierten Mikroorganismen Escherichia coli, Bacillus subtilis, Corynebacterium glutamicum oder die Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae.

Normalerweise besitzen Mikroorganismen einen komplexen Stoffwechsel, der nicht darauf getrimmt ist, einen ganz bestimmten Stoff in
hoher Ausbeute herzustellen. Deshalb müssen Forscher zunächst all jene Eigenschaften auf genetischer Ebene identifzieren, die die Produktion der gewünschten Substanz in irgendeiner Form beeinflussen. Dies geschieht vor allem auf der Basis der entschlüsselten Genome, die eine Art Landkarte für die Eigenschaften des Mikroorganismus darstellen.

Quelle:  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Weiße Biotechnologie. Bonn, Berlin 2012. S. 45.