Glossar

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Bakterien

Die Bakterien (Bacteria) (aus dem Altgriechischen bakterion – Stäbchen) bilden neben den Eukaryoten und Archaea eine der drei grundlegenden Domänen, in die heute alle Lebewesen eingeteilt werden. Sie besitzen keinen Zellkern und gehören wie die Archaea zu den Prokaryoten.

Quelle:  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Weiße Biotechnologie. Bonn, Berlin 2012

Biokatalysator

Biokatalysatoren sind Biomoleküle, die biochemische Reaktionen in Organismen beschleunigen oder verlangsamen, indem sie die Aktivierungsenergie der Reaktionen herab- oder (seltener) heraufsetzen. Sie gehen selbst unverändert aus den Reaktionen hervor und können somit viele Reaktionszyklen hintereinander katalysieren.

Quelle:  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Weiße Biotechnologie. Bonn, Berlin 2012

Biokatalyse

Als Biokatalyse wird eine Umsetzung und Beschleunigung oder Lenkung chemischer Reaktionen (Katalyse) bezeichnet, in der Enzyme als biologische Katalysatoren dienen. Enzyme bestehen vollständig oder überwiegend aus einem oder mehreren Proteinen und teilweise auch einem Cofaktor. Die meisten biochemischen Reaktionen in Lebewesen werden von spezifischen Enzymen katalysiert.

Beim Einsetzen der Biokatalyse in technischen Anwendungen werden Enzyme, entweder isoliert oder in der lebenden Zelle, zur Katalyse von chemischen Reaktionen verwendet. Die Biokatalyse ist ein relativ junges Gebiet im Überschneidungsbereich von Biotechnologie und Chemie.

Quelle:  Wikipedia, Stichwort: "Biokatalyse", Version vom 30.01.2013, 18:40 Uhr, abrufbar unter http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Biokatalyse&oldid=113358950

Biokraftstoffe der 2. und 3. Generation

Biokraftstoffe der 2. Generation werden aus landwirtschaftlichen Abfällen, aus Spänen, Holzschnitzeln, Stroh oder speziell dafür angebauten „Energiepflanzen“ hergestellt.

Für Biokraftstoffe der 3. Generation werden Mikroalgen oder Cyanobakterien (Blaualgen) genutzt, die mittels Photosynthese Wasserstoff, Kohlenwasserstoffe und/oder Fette produzieren.

Quelle:  IBB Netzwerk GmbH

Biomasse

Biomasse bezeichnet die Gesamtheit der Masse an organischem Material in einem definierten Ökosystem, das biochemisch synthetisiert wurde. Sie enthält also die Masse aller Lebewesen, der abgestorbenen Organismen und die organischen Stoffwechselprodukte.

Quelle:  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Weiße Biotechnologie. Bonn, Berlin 2012

Bioplastik

Als Biokunststoff oder auch Bioplastik (engl. bioplastics) werden Kunststoffe bezeichnet, die auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen erzeugt werden (bio-basierte Kunststoffe). Nach einer alternativen Definition sind Biokunststoffe alle biologisch abbaubaren Kunststoffe unabhängig von ihrer Rohstoffbasis, welche alle Kriterien zum Nachweis der biologischen Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit von Kunststoff(produkt)en erfüllen (bio-abbaubare Kunststoffe). Während die erste Definition nicht oder nur schwer abbaubare Kunststoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe einschließt, werden nach der zweiten Definition diese ausgeschlossen und biologisch abbaubare Kunststoffe auf Mineralölbasis mit eingeschlossen.

Quelle:  Wikipedia, Stichwort "Biokunststoff", Version vom 20.11.2012, 11:50 Uhr, abrufbar unter http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Biokunststoff&oldid=109972199

Bioraffinerie

Eine Bioraffinerie zeichnet sich durch ein explizit integratives, multifunktionelles Gesamtkonzept aus, das Biomasse als vielfältige Rohstoffquelle für die nachhaltige Erzeugung eines Spektrums unterschiedlicher Zwischenprodukte und Produkte (Chemikalien, Werkstoffe, Bioenergie inkl. Biokraftstoffe) unter möglichst vollständiger Verwendung aller Rohstoffkomponenten nutzt; als Koppelprodukte können ggf. zusätzlich auch Nahrungs- und/oder Futtermittel anfallen. Hierfür erfolgt die Integration unterschiedlicher Verfahren und Technologien.

Quelle:  BMELV, BMBF, BMU, BMWi: Roadmap Bioraffinerien. Berlin 2012. S. 7.

Bioreaktor

Ein Bioreaktor - auch als Fermenter bezeichnet - ist ein Behälter, in dem speziell herangezüchtete Mikroorganismen oder Zellen unter möglichst optimalen Bedingungen in einem Nährmedium kultiviert werden, um entweder die Zellen selbst, Teile von ihnen oder eines ihrer Stoffwechselprodukte zu gewinnen. Bioreaktoren sind zum Teil größer als 100 Kubikmeter.

Quelle:  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Weiße Biotechnologie. Bonn, Berlin 2012

Bioökonomie

Unter dem Konzept Bioökonomie wird das nachhaltige Wirtschaften auf der Basis biologischer Ressourcen verstanden. Der im europäischen Forschungsraum verwendete Begriff der „wissensbasierten Bioökonomie“ („knowledge-based bio-economy“, KBBE) umfasst dabei alle industriellen und wirtschaftlichen Sektoren und ihre dazugehörigen Dienstleistungen, die biologische Ressourcen (Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen) produzieren, ver- und bearbeiten oder in irgendeiner Form nutzen. Dazu gehören die Land- und Forstwirtschaft, die Nahrungsmittelindustrie, die Fischerei, aber auch Teile der Chemie-, Pharmazie-, Kosmetik- und Textilindustrie sowie die Energieerzeugung.

Quelle:  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Weiße Biotechnologie. Bonn, Berlin 2012

Bulkchemikalien

Bulkchemikalien oder Bulkprodukte sind Grundchemikalien, die in Mengen von mehr als 10.000 Tonnen pro Jahr hergestellt werden.

Quelle:  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Weiße Biotechnologie. Bonn, Berlin 2012