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IBB Netzwerk

22.11.2018

IfBB-Projekt ist Preisträger von „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2018

Die faire Computermaus aus Biowerkstoff, ein gemeinsames Projekt vom IfBB (IBB Netzwerkmitglied) und dem Verein Nager IT e.V., zeigt, wie faire Produktionsbedingungen und nachhaltige Werkstoffe kombiniert werden können, um eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Produkten zu bieten. Das Projekt zählt zu den innovativen Preisträgern des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2018 und ist noch bis Ende Januar 2019 im Quartier Zukunft in Berlin zu sehen.

Die Computermaus, eine Idee des Vereins Nager IT, hat es in sich: Ihre Einzelteile werden fair produziert und ihr Gehäuse besteht zu über 80 Prozent aus Polylactid – einem Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke und Zucker. Entwickelt haben diesen Biowerkstoff Wissenschaftler/innen der Forschernachwuchsgruppe um Prof. Dr.-Ing. Andrea Siebert-Raths am IfBB, ansässig an der Hochschule Hannover, gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. Das Material basiert auf Zuckerrohr und ist somit eine umweltfreundliche Alternative zu erdölbasierten Kunststoffen. So verbindet die Computermaus Nachhaltigkeit mit Innovation und fördert sozialverträgliche Arbeit in den Produktionsländern. Kleines Gerät, große Wirkung!

Das überzeugte auch die Jury des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ und zeichnete das Projekt 2018 aus. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank richten den Innovationswettbewerb seit 13 Jahren gemeinsam aus.

Am IfBB wird am Material für die Computermaus auch weiterhin gearbeitet und die Rezeptur modifiziert: Untersucht wird zum Beispiel, inwieweit sich auch automatisch anfallende Reststoffe wie Kaffeesatz für den Einsatz im Biowerkstoff eignen.

Die Ausstellung im Quartier Zukunft der Deutschen Bank, Friedrichstr. 181 in 10117 Berlin ist Montag bis Freitag von 10-19 Uhr, Sonnabend von 10-18 Uhr geöffnet und läuft bis Anfang Januar 2019. Der Eintritt ist frei.

Stichwort PLA

Polymilchsäure (Polylactic Acid) ist einer der am häufigsten eingesetzten biobasierten Kunststoffe. Unter anderem werden bereits Büro-Utensilien, Textilien, Autoteile und medizinische Implantate aus PLA hergestellt. Im Unterschied zu erdölbasierten Kunststoffen stammen die Ausgangsstoffe von PLA aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke oder Zucker. Mikroorganismen wandeln die Ausgangsstoffe in Milchsäure um. PLA besteht aus langen Ketten dieser Milchsäure-Ringe (Lactide). Je nach Kombination der Lactide entstehen Kunststoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften. Durch Zugabe von Additiven, Fasern oder Reststoffen und durch die Wahl der Verarbeitungsmethode passen Ingenieure/innen des IfBB die PLA-Kunststoffe weiter für ihren jeweiligen Einsatz an.

Quelle: IfBB

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Faire Computermaus aus Biowerkstoff. Quelle: Kathrin Morawietz

Faire Computermaus aus Biowerkstoff. Quelle: Kathrin Morawietz

Kontakt

Dr. Lisa Mundzeck
IfBB - Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe
Hochschule Hannover
Tel.: +49 511-9296-2269
lisa.mundzeck(at)hs-hannover.de

Netzwerk BioPlastik

www.netzwerk-bioplastik.de

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