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22.07.2014

WACKER zeichnet Forscher für bakterielles Sekretionssystem zur Herstellung komplexer Proteine aus

Die Wacker Chemie AG hat am 10. Juli Dr. Tobias Daßler, Dr. Carsten Bornhövd und Dr. Günter Wich für ihre wegweisende Arbeit zum WACKER-eigenen Sekretionssystem ESETEC® mit dem „Alexander Wacker Innovationspreis“ ausgezeichnet. Die Forscher haben das E. coli-basierte System zur Herstellung von Proteinen grundlegend analysiert und so weiterentwickelt, dass sich auch hochkomplexe Moleküle wie Antikörperfragmente kostengünstig und effizient produzieren lassen. Der mit 10.000 Euro dotierte Innovationspreis war in diesem Jahr in der Kategorie Grundlagenforschung ausgeschrieben.

Mit dem von WACKER (IBB-Netzwerkmitglied) entwickelten und patentierten Sekretionssystem ESETEC® lassen sich Pharmaproteine kostengünstig und effizient mikrobiell herstellen. In seiner prämierten Forschungsarbeit hat das Team die auf Escherichia coli-Bakterien basierte Technologie im Detail analysiert und durch zielgerichtete genetische Veränderungen neue Zelllinien entwickelt. Damit lassen sich nun Antikörperfragmente in hohen Ausbeuten herstellen und in aktiver Form ins Kulturmedium sekretieren.

Antikörperfragmente sind ein vielversprechender Wachstumsbereich der Pharmaindustrie, einige erfolgreiche Medikamente sind bereits am Markt. Für einen breiten therapeutischen Einsatz ist ihre kostengünstige Herstellung jedoch eine wichtige Voraussetzung – die nun erfüllt werden kann: Mit den preisgekrönten Erkenntnissen des Forscherteams sind hohe Produkt-Ausbeuten von mehreren Gramm pro Liter möglich.

„Der Markt für die Herstellung von Pharmaproteinen mit mikrobiellen Systemen wächst zweistellig pro Jahr. Antikörperfragmente sind dabei einer der erfolgversprechendsten Bereiche“, sagte Auguste Willems, Vorstandsmitglied der Wacker Chemie AG, der den Preis an das Entwicklerteam übergab. „Mit dem Sekretionssystem ESETEC® bieten wir das derzeit beste beschriebene Produktionssystem für Antikörperfragmente – mit Rekordausbeuten und deutlich schnelleren Entwicklungs- und Produktionszeiten im Vergleich zu Säugerzellkulturen. Unsere Kunden sparen dadurch Kosten und können schneller in den Markt eintreten.“

Willems überreichte die Auszeichnung im Rahmen des jährlichen Forschungs- und Entwicklungssymposiums des Konzerns in Burghausen. Das Forscher- und Entwicklertreffen fand in diesem Jahr zum 42. Mal statt.

Über den „Alexander Wacker Innovationspreis“

Seit 2005 würdigt der Münchner Chemiekonzern im Rahmen seines alljährlich stattfindenden Forschungssymposiums herausragende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von Mitarbeitern. Der nach dem Unternehmensgründer benannte und mit jeweils 10.000 Euro dotierte „Alexander Wacker Innovationspreis“ wird abwechselnd in den Kategorien Produktinnovation, Prozessinnovation und Grundlagenforschung verliehen. Im nächsten Jahr wird der konzernweite Forschungswettbewerb in der Kategorie „Produktinnovation“ ausgeschrieben.

Quelle: WACKER Chemie AG

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WACKER-Vorstandsmitglied Auguste Willems mit den Gewinnern des diesjährigen „Alexander Wacker Innovationspreises“ (v.l.n.r.): Dr. Carsten Bornhövd, Dr. Tobias Daßler und Dr. Günter Wich. Foto: WACKER Chemie AG

WACKER-Vorstandsmitglied Auguste Willems mit den Gewinnern des diesjährigen „Alexander Wacker Innovationspreises“ (v.l.n.r.): Dr. Carsten Bornhövd, Dr. Tobias Daßler und Dr. Günter Wich. Foto: WACKER Chemie AG

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Tel.: +49 89 6279-1604
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nadine.baumgartl(at)wacker.com

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