Politische Unterstützung der Industriellen Biotechnologie durch den Bund

Gremien und Gutachten

Um nötigen Handlungsbedarf bei der Förderung des Technologietransfers und innovativer F&E-Projekte aufzuzeigen und zu präzisieren, wurden von der Bundesregierung verschiedene Stellen beauftragt, Gutachten zu erstellen. Sie sollen über Empfehlungen zukünftigen Forschungsbedarf ermitteln, die Entwicklung von Technologien und Methoden beschleunigen und Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Wissenschaft verbessern.

Beispiele sind:

  • Die Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) bringt seit 2008, und seitdem jedes Jahr neu, ein Gutachten zur „Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit“ Deutschlands heraus.
  • Der BioÖkonomieRat wurde 2009 gegründet, um Empfehlungen auf dem Gebiet der Bioökonomie auszusprechen.
  • 2010 beauftragte das BMWi das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Umsetzungsmöglichkeiten des Leitmarktes „Biobasierte Produkte“ für Deutschland auszuarbeiten.

Programme, Maßnahmen und weitere Unterstützung

Im Jahr 2007 wurden insgesamt fünf Sieger der BMBF-Initiative „BioIndustrie 2021 - Entwicklung neuer Produkte und Verfahren in der industriellen Biotechnologie“ prämiert, u. a. auch das damalige IBB-Netzwerk (mehr zur Geschichte des IBB-Netzwerks...). Das Ziel der mit insgesamt 60 Millionen Euro geförderten, auf fünf Jahre ausgelegten Initiative ist, Innovationspotenziale mittels selbstorganisierter Netzwerke zu nutzen und zu verstärken. Zusätzlich sollen Möglichkeiten für die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation des Landes erschlossen werden.

Der Strategieprozess „Biotechnologie 2020+ - Nächste Generation biotechnologischer Verfahren“ verfolgt das Ziel, Biotechnologie und Ingenieurskunst noch stärker als bisher zu verzahnen, um ganz neue Produktionsverfahren zu entwickeln oder bestehende Methoden zu verbessern. Für den Strategieprozess konnen noch bis Ende 2013 Anträge eingereicht werden. Die vier größten außeruniversitären Forschungsorganisationen Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft, Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaft haben sich 2010 in einem gemeinsamen „Memorandum of Understanding“ zur aktiven Unterstützung des Strategieprozesses bekannt.

Der Zweck des „Erneuerbare-Energien-Gesetzes“ (EEG) ist, eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen. Dabei sollen die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung verringert, fossile Energieressourcen geschont und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien gefördert werden.

Der „High-Tech Gründerfonds“ stellt technologieorientierten Unternehmensgründungen das nötige Startkapital zur Verfügung und sorgt für die notwendige Betreuung und Unterstützung des Managements beim Unternehmensaufbau. Vielversprechende Forschungsergebnisse, eine innovative, technologische Basis und eine chancenreiche Marktsituation bilden die Grundlage für eine Beteiligung. Der High-Tech Gründerfonds startete in 2005. Im Oktober 2011 ging der Gründerfonds II mit weiteren Investoren aus der Industrie an den Start. Das Fonds­volumen beträgt nun 301,5 Millionen Euro. Fond-Investoren sind das BMWi mit rund 220 Millionen Euro, die KfW-Bankengruppe mit 40 Millionen Euro und 17 Industrieunternehmen (ALTANA, BASF, B. Braun, Robert Bosch, CEWE Color, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Evonik Industries AG, Lanxess AG, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, Metro AG, Qiagen N.V., SAP AG, RWE Innogy, Tengelmann-Ventures GmbH und Carl Zeiss) mit 41,5 Millionen Euro.


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