Gesetzliche Regelungen

Die Europäische Gemeinschaft hat mit den beiden Richtlinien 2009/28/EG (RED = Renewable Energy Directive) und 2009/30/EG (FQD = Fuel Quality Directive) gesetzliche Vorgaben für die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen, und Auflagen für Treibhausgasemissionen erstellt. Zusätzlich regelt das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) weitere Einsatzmengen erneuerbarer Energien bzw. Grenzen für Treibhausgasemissionen in Deutschland.

Auflagen der RED:

Es müssen mindestens 10 Prozent des Energieverbrauchs im Transportsektor im Jahr 2020 durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Außerdem werden Biokraftstoffe, die ausschließlich aus Abfällen, Reststoffen, zellulosehaltigem Non-Food-Material und Lignozellulose-haltigem Material hergestellt werden, doppelt gewichtet im Vergleich zu sonstigen Biokraftstoffen.

Auflagen der FQD:

Die Treibhausgasemissionen der Kraftstoffe oder Energieträger im Verkehrssektor müssen bis 2020 um 6 Prozent, gegenüber dem EU-Durchschnitt von 2010 der aus fossilen Kraftstoffen verursachten Treibhausgasemissionen, verringert werden.

Auflagen des BImSchG:

Bis 2015 müssen 6,25 Prozent des in den Verkehr gebrachten Kraftstoffs aus Biokraftstoffen bestehen. Dabei ist die RED zu berücksichtigen: Wenn dieser Biokraftstoff komplett aus oben genannten Abfällen etc. hergestellt wird (wie es z. B. bei Zellulose-Ethanol der Fall ist), ist nur ein Ersatz von 3,125 Prozent notwendig (doppelte Gewichtung).

Außerdem schreibt das BImSchG ab 2020 für Deutschland eine Reduktion der CO2-Emissionen um 7 Prozent im Verkehrssektor vor. (1 Prozent größere Reduktion als in der FQD festgelegt.)


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