Rückblick

19.03.2018

Industrial Biotechnology Forum 2018

Am 13. und 14. März 2018 fand nach zwei Jahren bereits zum zweiten Mal das "Industrial Biotechnology Forum" (IBF) in Garching bei München statt. Das IBF ist eine gemeinsame Veranstaltung der IBB Netzwerk GmbH und der Technischen Universität München. Etwa 150 Teilnehmer aus Akademie und Industrie, sowie Vertreter aus der Politik fanden sich an der TUM-Fakultät für Maschinenwesen in Garching zusammen, um die neusten Entwicklungen in der Industriellen Biotechnologie zu erfahren und sich auszutauschen.

Am 13. und 14. März 2018 fand nach zwei Jahren bereits zum zweiten Mal das "Industrial Biotechnology Forum" (IBF) in Garching bei München statt. Das IBF ist eine gemeinsame Veranstaltung der IBB Netzwerk GmbH und der Technischen Universität München. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der stellvertretenden Bayerischen Ministerpräsidentin und Bayerischen Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie Illse Aigner sowie des Staatssekretärs Franz Josef Pschierer im gleichen Ministerium. Etwa 150 Teilnehmer aus Akademie und Industrie, sowie Vertreter aus der Politik fanden sich an der TUM-Fakultät für Maschinenwesen in Garching zusammen, um die neusten Entwicklungen in der Industriellen Biotechnologie zu erfahren und sich auszutauschen.

Neben einem hochkarätigen Aufgebot von vortragenden, internationalen Experten aus Akademie und Industrie, standen eine Vielzahl von Ausstellern, wie ANiMOX, DIE ZEIT academics, Frontiers, Avestin Europe, dem Nova Institut, PreSens Precision Sensing, Thermo Fisher Scientific und TRACE Analytics, dem interessierten Publikum zu Diensten. Thermo Fisher Scientific leistete als Platin Sponsor einen entscheidenden Beitrag zur kräftigen Unterstützung des IBF. Als weitere Sponsoren traten Jennewein Biotechnologie, die Südzucker Gruppe und BCNP Consultants auf.

1. Tag

Die Begrüßung bzw. Eröffnungsreden übernahmen Prof. Dr. Haralabos Zorbas, Geschäftsführer der Industriellen Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH, Prof. Dr. Wolfgang Liebl, Inhaber des Lehrstuhls für Mikrobiologie an der TU München sowie Prof. Dr. Volker Sieber, Rektor des TUM Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit und Inhaber des Lehrstuhls für Chemie biogener Ressourcen.

Im Anschluss starteten die Vortragsrunden, die durch Mitglieder des wissenschaftlichen Komitees moderiert wurden. Die Vortragsrunden bestanden aus jeweils einem eingeladenen Hauptredner aus der Akademie und der Industrie sowie zwei Vortragenden, die vom wissenschaftlichen Komitee ausgewählt wurden.

In der ersten Vortragsrunde mit dem Titel „Enzyme Catalysis“ wurden unter anderem neuste Erkenntnisse zur enzymatischen Glykosylierung von industriellen Produkten, großtechnische Herstellung chemischer Produkte durch enzymatische Verfahren und Enzymoptimierung durch Mutagenese-Verfahren vorgestellt.

In der zweiten Vortragsrunde, die den Titel „Metabolic Engineering“ trug, wurde ein Verfahren der quantitativen Systembiologie vorgestellt, das sich zur Optimierung der Ausbeute bei der kontinuierlichen Herstellung von n-Butanol eignet. Außerdem wurden Methoden gezeigt, wie sich maßgeschneiderte Zellstämme zur Produktion unterschiedlicher enzymatischer und chemischer Produkte herstellen lassen.

Die letzte Vortragsrunde des ersten Tages mit dem Titel „Synthetic Biotechnology“ handelte von der Herstellung neuartiger Biosysteme und der Erweiterung des CRISPR/Cas Systems, einer Methode zur Erzeugung gentechnisch veränderter Organismen (Genome Editing), durch eine neue Generation von TALE Nukleasen. Weitere Themen waren Paenibacillus polymyxa als Chassisorganismus für die heterologe Exopolysaccharid-Produktion und die intrazelluläre Dynamik bei heterologer Proteinexpression.

Nach dem Vortragsprogramm bot die Posterausstellung Gelegenheit für den geselligen Austausch rund um die 33 präsentierten Poster. Diese wurden auch durch eine Jury aus dem wissenschaftlichen Komitee bewertet und am nächsten Tag prämiert. Die drei glücklichen Gewinnerinnen waren Melanie Mindt (Uni Bielefeld), Mara Reifenrath (Uni Frankfurt) und Franziska Bezold (TU München). Gleichzeitig fanden die sogenannten „Elevator Pitches“ statt, bei denen Firmen die Gelegenheit hatten, sich kurz und prägnant dem interessierten Publikum vorzustellen.

Zum Abschluss des ersten Tages lud das Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie zum Konferenzdinner in den Ludwig-Erhard-Saal ein. Die Festrednerin, Frau Ministerialdirigentin Dr. Sabine Jarothe, Abteilungsleiterin für Wirtschaftspolitik, Strategie und Kommunikation, hielt die Eröffnungsrede, in der sie zunächst die Ehrengäste, Dr. Rudolf Staudigl (Wacker Chemie), Dr. Günter von Au (Clariant), Dr. Peter Hanns Zobel (IZB), Dr. Markus Born (VBCI und VCI-LV Bayern), MdL Josef Zellmeier und die IBF-Organisatoren begrüßte. Im Anschluss lobte sie u.a. die Arbeit der IBB Netzwerk GmbH und hob das IBF als für die Branche relevante Veranstaltung hervor, die Forschung in Akademie und Industrie zusammenbringt. Die Abendveranstaltung bot eine gute Möglichkeit für den Austausch in geselliger Runde.

2. Tag

Der zweite Konferenztag begann mit der Vortragsrunde „Bioprocess Engineering/Upscaling“. Inhaltlich wurde die Möglichkeit vorgestellt, enzymatische Reaktionen auf Trennsäulen ablaufen zu lassen, sowie Prozesse zur Herstellung von Anilin, Xylonsäure und Milchsäure aus biobasierten Rohstoffen, wie beispielweise Zucker, zu nutzen.

In der folgenden Vortragsrunde mit dem Titel „Bioinformatic Trends in Biotechnology“ wurden die neusten computergestützten Verfahren zur Optimierung enzymatischer Reaktionen und der Ausbeute von Proteinexpressionen vorgestellt.

Die dritte Vortragsrunde des Tages und damit die letzte der Konferenz trug den Titel „Bioseparation Engineering“. Hier wurden die neusten Entwicklungen auf dem Gebiet der Separationstechniken, wie beispielsweise 3D-gedruckte Chromatographiesäulen, neuste Verfahren zur chromatografischen Reinigung von monoklonalen Antikörpern, verbesserte Downstream Prozessierung von Virus-ähnlichen Partikeln und Membranseparationstechniken zur Gewinnung von Rohstoffen aus Holz vorgestellt.

Den Abschluss der Konferenz bildeten die Schlussworte von Prof. Zorbas als Organisator der Veranstaltung und der anschließende Besuch des TUM-Technikums für Industrielle Biotechnologie. Die geführte Tour fand regen Zuspruch und wurde durch Dr.-Ing. Dominik Maslak mit viel Enthusiasmus geleitet.

© IBB Netzwerk GmbH/ct

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Konferenzteilnehmer während einer Vortragspause.

Konferenzteilnehmer während einer Vortragspause.

Ehrengäste im Wirtschaftsministerium.

Ehrengäste im Wirtschaftsministerium.

Dateien
IBF-2018-Conference-brochure.pdf
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