Übersicht: PPPs, BBI und BIC

Laufzeit: 2013 - 2020

Public-private partnerships (PPP) in Europa

Innerhalb des Programms für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission „HORIZON 2020“ (2014-2020) ist auch das Förderinstrument „Public-private partnerships“ (PPPs) enthalten. Es handelt sich um „Partnerschaften“ zwischen dem öffentlichen Sektor (Europäische Kommission) und Wirtschaftsunternehmen, die auf die Entwicklung innovativer Technologien in europäischen Schlüsselindustrien abzielen.

Eine PPP-Beschreibung der Europäischen Kommission ist:
“Compared to the standard management of collaborative research by the European Commission, setting up a PPP allows for a much greater role of private sector stakeholders in establishing a jointly agreed multi-annual strategic research agenda with the European Commission. Compared to standard collaborative research, a PPP would allow to take on board a greater private sector financial contribution, thus generating additional "leverage" at European level.”

Der Ausbau öffentlich-privater Partnerschaften soll also die Mobilisierung privater und öffentlicher Investitionen zur Förderung der Konjunktur und eines langfristigen Strukturwandels erleichtern.

Die öffentlich-private Partnerschaft “Biobased Industries” (BBI)

Biobased Industries, oder kurz BBI, wurde im Mai 2014 als eine öffentlich-private Partnerschaft im neuen europäischen Forschungsrahmenprogramm HORIZON 2020 etabliert. Die Vision von BBI ist ein wettbewerbsfähiges, innovatives und nachhaltiges Europa, welches den Wechsel zu einer Post-Erdöl-Gesellschaft anführt, während zugleich das Wirtschaftswachstum von Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung entkoppelt wird. Die biobasierten Industrien wollen die Landnutzung optimieren und die Ernährungssicherheit erhöhen, indem sie Europas nachwachsende Rohstoffe nachhaltig, ressourceneffizient und weitgehend abfallfrei nutzen. Basierend auf diesem Grundsatz soll aus nachwachsenden Rohstoffen und mittels industrieller Prozesse eine breite Palette an biobasierten Produkten hergestellt werden, wie z. B.:

  • Chemikalien
  • Materialien
  • Lebens- und Futtermittelzusätze
  • moderne, möglichst CO2-neutrale Treibstoffe

Zur Verwirklichung der Ziele von BBI stellen die privaten Partner 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Europäische Kommission stellt ihrerseits 975 Millionen Euro bereit. Weitere Informationen finden Sie auch auf der offiziellen BIC-Webseite www.biconsortium.eu bzw. der offiziellen BBI-Webseite www.bbi-europe.eu.

Der Verein „BIC“

BIC, das „Biobased Industries Consortium“, setzt sich aus europäischen Partnern aus Großindustrie, klein- und mittelständischen Unternehmen (KMUs) sowie Clustern/Netzwerken zusammen, welche sich finanziell beim Aufbau der in HORIZON 2020 geplanten öffentlich-privaten Partnerschaft „BBI“ beteiligen möchten. BIC hat die Rechtsform einer „Internationalen Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht“ (IVoG, bzw. frz. AISBL = Association International Sans But Lucratif, daher auch BIC AISBL). BIC stellt in BBI den privaten Teil der Partnerschaft dar.

Die IBB Netzwerk GmbH war von Juli 2013 bis Ende 2016 reguläres, stimmberechtigtes Mitglied in BIC. Sie wurde in diesem Zeitraum von insgesamt zehn KMUs aus dem IBB-Netzwerk beauftragt, diese dort zu vertreten.