Tank vs. Teller - Oder doch beides?

Die begrenzte Verfügbarkeit von fossilen Rohstoffreserven und das Einsetzen des Klimawandels führte zu einem Paradigmenwechsel in der Kraftstoffpolitik. Die Produktion von Biokraftstoffen löste, vor allem in Amerika, auch eine erhöhte Nachfrage nach Ackerland und landwirtschaftlichen Ressourcen (mit) aus. So haben die über die Jahre steigenden Nahrungsmittelpreise eine gesellschaftliche Diskussion "Tank oder Teller" ins Rollen gebracht.

Allerdings darf die Lösung des Problems nur "Tank und Teller" sein. Es müssen alternative Möglichkeiten zur Herstellung von Brennstoffen entwickelt werden, ebenso wie die verfügbare Ackerfläche für Nahrungs-und Futtermittelproduktion verwendet werden muss. Als Aufgabe für die Zukunft ist es daher wichtig, nicht nur die vorhandenen Ackerflächen für eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion zu nutzen, sondern auch gleichzeitig die landwirtschaftlichen Reststoffe, die nicht mit der Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln konkurrieren, mit dem größtmöglichen Wirkungsgrad zu verarbeiten. Die Industrielle Biotechnologie stellt sich diesen Herausforderungen.

Mit einem Konzept, das den Tank vs. Teller-Aspekt berücksichtigt, indem Biokraftstoffe der 2. Generation (Verwendung von Agrarreststoffen) entwickelt werden sollen, ist die IBB-Netzwerk aus dem BMBF-Clusterwettbewerb "BioIndustrie 2021" hervorgegangen.

Weiterführende Informationen:

  • Ein interessantes Interview zum Thema führte Dr. Andrea Gruß von der Zeitschrift CHEManager im Juli 2015 mit unserem Netzwerkmitglied Michael Carus, Geschäftsführer des nova-Instituts, welcher uns den Beitrag freundlicherweise zur Verfügung stellt. Das Interview können Sie hier nachlesen.